Schlüsselnummern finden (Hersteller-Nr. HSN, Typschlüssel-Nr. TSN)

Das Typklassenverzeichnis Pkw auf der Internetseite des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. GDV listet die auf dem Markt befindlichen Pkw mit ihren relevanten Daten auf und enthält die Einstufung in die für die Beitrags-/Prämienberechnung notwendigen Klassen für die Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung und die Fahrzeugversicherung.

In der Online-Datenbank können Sie nach einzelnen Typklassen suchen.

In den Ergebnissen der Abfrage sind folgende Daten enthalten:

HSN=Herstellerschlüsselnummer; TSN=Typschlüsselnummer; KH=Kraftfahrzeughaftpflicht; VK=Vollkasko (alte Struktur); VKN=Vollkasko (neue Struktur); TK=Teilkasko (alte Struktur); TKN=Teilkasko (neue Struktur);PS=Pferdestärke; KW=Kilowatt; CCM=Kubikzentimeter

Wenn Sie die Schlüsselzahlen nicht zur Hand haben, können Sie die komplexe Suche anhand von Namen, TYP, KW-Leistung und Hubraum benutzen.

 

 

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Rückstufung beim Schadenfreiheitsrabatt

Rabatt nicht verschenken

Zu beachten ist: Für die Rückstufung beim Schadenfreiheitsrabatt ist nicht die Höhe der Schäden, sondern die Zahl der Unfälle entscheidend. Mehrere kleine Unfälle ergeben also einen höheren Rabattverlust als ein teurer Schaden. Autofahrer die 2007 zwei oder mehr Schäden verursachten, sollten sich deshalb von ihrem Versicherer ausrechnen lassen, was für sie günstiger ist: alle Schäden zu melden, nur den teuersten Schaden zu melden und den kleineren selbst zu bezahlen oder alle Schäden selbst zu bezahlen.

Rückzahlungsfrist sechs Monate

Wer einen Unfall bereits regulieren ließ, kann unter bestimmten Voraussetzungen seinem Haftpflichtversicherer, manchmal auch seinem Vollkaskoversicherer, die Unfallkosten zur Erhaltung seines Schadenfreiheitsrabattes zurückzahlen. Hat die Kfz-Haftpflichtversicherung Entschädigungsleistungen erbracht, muss sie ihrem Kunden bei Kleinschäden (in der Regel bis 500 Euro) nach Abschluss der Regulierung über die Höhe des ausgezahlten Betrages unterrichten. Nach Zugang dieser Mitteilung hat der Autofahrer sechs Monate Zeit, seiner Versicherung die Aufwendungen zu erstatten. Hat sich der Autofahrer bis zum Jahreswechsel bzw. bis zur Hauptfälligkeit noch nicht entschieden, wird der Vertrag erst einmal zurückgestuft. Werden die Kosten des Versicherers dann doch noch innerhalb der Sechs-Monats-Frist bezahlt, entfällt die Rückstufung; zuviel gezahlte Beiträge werden erstattet. Ihr Versicherer hilft, auszurechnen, ob es günstiger ist, die Schäden noch im Nachhinein selbst zu bezahlen.

 

 

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Beitragsklassen (Schadenfreiheits-Klassen, SF-Rabatt)

Die Dauer der schadenfreien Zeit eines Vertrages wird durch die Beitragsklassen, also den Schadenfreiheitsklassen (SF 1/2 bis 25), der Klasse 0 und den Schadenklassen (S und M) beschrieben. Durch identische Kalkulationen und Schadenaufwendungen können mehrere aufeinanderfolgende Beitragsklassen auch einen identischen Beitragssatz (Prozentsatz) beinhalten.
Die Umstufung in eine dem Vertragsverlauf entsprechende Beitragsklasse erfolgt jeweils zur ersten Fälligkeit (in der Regel der 01.01.) des folgenden Kalenderjahres.

 

Der Schadenfreiheitsrabatt gehört dem Versicherungsnehmer. Deswegen sollte er sich genau überlegen, ob dritte Personen das Fahrzeug nutzen dürfen, da von ihnen verursachte Schäden zu Lasten seines Vertrages gehen.

 

Nicht zu verwechseln sind die Beitragsklassen mit den Typklassen. Hier werden die einzelnen PKW´s je nach Schadenverlauf (Unfälle, Diebstähle etc.) in bestimmte Typklassen eingestuft. In 2013 wird erstmals auch das Fahreralter dabei berücksichtigt.

Neue Typklassen 2013 - höhere Prämien 

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Grüne Versicherungskarte

In einigen europäischen Staaten wird weiterhin die grüne Internationale Versicherungskarte (IVK) als Versicherungsnachweis bei Grenzübertritt benötigt.


Wir empfehlen, die IVK auch bei Reisen in diejenigen Länder mitzuführen, in denen sie als Versicherungsnachweis nicht mehr verbindlich verlangt wird. Hierdurch wird der Nachweis des ordnungsgemäß bestehenden Versicherungsschutzes im Schadenfall wesentlich erleichtert.

 

 

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Reparaturkosten-Übernahmeerkärung

Damit man nach einem Unfall die Reparaturkosten nicht aus eigener Tasche zahlen muss, gibt es die Reparaturkosten-Übernahme-Erklärung. Die Werkstatt und die Autohaftpflichtversicherung des Unfallgegners rechnen direkt ab, die Unfallregulierung wird beschleunigt.

 

 

Ruheversicherung

Wird ein Fahrzeug, für das eine Kfz-Versicherung besteht, vorübergehend stillgelegt, wird für die Dauer der Stillegung (längstens für ein Jahr) beitragsfrei Versicherungsschutz durch eine Ruheversicherung gewährt. Der Versicherungsschutz der Ruheversicherung erstreckt sich in der Kaskoversicherung jedoch nur auf den Versicherungsumfang der Teilkaskoversicherung, auch wenn laufend eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen ist.

 

Voraussetzung für den Versicherungsschutz durch die Ruheversicherung ist, dass das Fahrzeug in einem Einstellraum (Garage o.ä.) oder auf einem umfriedeten Abstellplatz untergebracht ist. Keine Ruheversicherung wird geboten für Wohnwagen oder Fahrzeuge, die ein Versicherungskennzeichen führen (z. B. Mofa).

 

 

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Saisonkennzeichen

Ein Saison-Kennzeichen ist ein Kennzeichen für Fahrzeuge, die nur in einen bestimmten Zeitraum des Jahres genutzt werden, zum Beispiel das Cabrio oder ein Motorrad während der Sommerzeit. Die Vorteile: Der Wagen braucht nicht jedes Mal an- und abgemeldet werden. Ausserdem fallen Versicherungsbeiträge und Steuern nur für die Zeit an, in der das Fahrzeug gefahren wird. Die Geltungsdauer des Kennzeichens kann zwischen zwei und elf Monaten liegen.

 

 

Schadenfreiheitsrabatt

Für die meisten Kraftfahrt-Versicherungsverträge wird ein Schadenfreiheitsrabatt (SFR) gewährt, wenn sie über mindestens ein volles Kalenderjahr schadenfrei bestanden haben. Diesen Schadenfreiheitsrabatt gibt es für die Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung. Er wird für jede Versicherungsart besonders gerechnet.

So kann durchaus die Haftpflichtversicherung in einer anderen Schadenfreiheitsklasse sein als die Vollkaskoversicherung, je nachdem, wie viele schadenfreie Jahre der Versicherungsvertrag für die Versicherungsarten bestand.

 

 

Verkauf eines Fahrzeugs

Verkauft ein Versicherungsnehmer sein Fahrzeug, so muss eine Umschreibung bzw. Abmeldung bei der Zulassungsstelle vorgenommen werden. Beim Verkauf eines Fahrzeugs muss die Umschreibung durch den neuen Besitzer veranlasst werden, und zwar möglichst schnell, denn Versicherungsbeiträge gehen sonst zu Lasten des bisherigen Besitzers.

Es gehört zu den Pflichten des Verkäufers, dass er umgehend seinem Versicherer und der Zulassungsstelle den Namen und die Anschrift des Käufers sowie das Datum des Verkaufs mitteilt.

 

Die Unterlassung kann finanzielle Nachteile oder andere Probleme zur Folge haben, z.B. bei der KFZ-Steuer, bei Versicherungsbeiträgen, aber auch bei Ermittlungen zu einem Unfall oder einer Ordnungswidrigkeit (Verwarnungsgeld).

Die Mitteilung ist besonders dann wichtig, wenn Sie Ihr Fahrzeug nicht selbst abmelden, sondern das dem Käufer überlassen. Nutzen Sie z.B. vorgedruckte Kaufverträge für Gebrauchtfahrzeuge.

 

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Zentralruf der Autoversicherer

Unter der Rufnummer 0180 / 25 026 kann man nach einem Unfall rund um die Uhr erfahren, bei welcher Versicherung das Fahrzeug des Unfallgegners haftpflichtversichert ist. Gegebenenfalls wird die Schadenmeldung an die Versicherung weitergeleitet oder man wird direkt mit der zuständigen Regulierungsstelle verbunden. Folgende Angaben muss der Anrufer bereithalten:

  • Eigenen Namen und Anschrift
  • Amtliches Kennzeichen des gegnerischen Fahrzeugs
  • Typbezeichnung des gegnerischen Fahrzeugs
  • Namen des gegnerischen Fahrzeughalters
  • Unfalldatum

 

 

Zulassungsdokumente (Zulassungsbescheinigung I und II)

Die Einführung der EU-harmonisierten Zulassungsdokumente erfolgte ab 1. Oktober 2005. Von diesem Tag an füllt jede Zulassungsbehörde die neuen Zulassungsdokumente aus, und zwar die

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (sie ersetzt den Fahrzeugschein)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (sie ersetzt den Fahrzeugbrief).

Für bereits zugelassene Fahrzeuge ändert sich zunächst nichts. Alte Dokumente behalten solange ihre Gültigkeit, bis die Ausstellung neuer Dokumente erforderlich wird. Wechselt aber ein Fahrzeug ab 1. Oktober 2005 den Halter, muss die neue Zulassungsbescheinigung Teil I und zugleich auch Teil II ausgestellt werden. Die Fahrzeugdokumente müssen paarig sein, das heisst, ein Nebeneinander von einer Zulassungsbescheinigung "neu" mit einem Dokument "alt" wird es nicht geben. Damit ist die Rechtssicherheit im In- und Ausland sichergestellt. Die Ausnahme bilden zulassungsfreie Fahrzeuge (z. B. Leichtkrafträder, Bootstrailer, Pferdeanhänger). Sie benötigen ausschließlich die Zulassungsbescheinigung Teil I.

Auf Antrag kann für sie aber eine Zulassungsbescheinigung Teil II ausgestellt werden, wenn zum Beispiel die Bank im Rahmen der Finanzierung eines Fahrzeugs eine Sicherheit fordert.

 

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17.06.2018

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