Infothek: Risikofortfall in der Tierhalter-Haftpflichtversicherung

Bei Tod des versicherten Hundes oder Pferdes, benötigt der Halter die Haftpflichtversicherung nicht mehr. Das Versicherungsgewerbe spricht vom sogenannten Risikofortfall. Der Vertrag wird nach Meldung durch den Versicherungsnehmer vom Versicherer aufgelöst und zuviel bezahlte Prämien (meist zahlt man jährlich im voraus) zurück erstattet.

Der Vertrag lief meist über die gesamte Lebensdauer des Tieres und die zum Zeitpunkt der Antragstellung gültige Prämie galt im günstigsten Fall für die gesamte Laufzeit des Vertrages.

Legt sich der Halter wieder einen Hund zu, so kann er diesen nicht mehr zu den alten Konditionen versichern, sondern er zahlt die aktuelle Tarif-Prämie, die meist höher ist.

Beispiel: Ein Hundehalter, der 1999 bei einem Versicherer für seinen Hund eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen hatte, zahlte damals eine Prämie von 126,50 DM (EUR 64,70) inkl. Versicherungssteuer.

Obwohl im Laufe der Jahre die Prämie angepasst wurde (derzeit zahlt er 75,30 EUR), liegt diese noch deutlich unter der Prämie bei einem Neuabschluss im Jahre 2006 (85,80 EUR).

Wenn man also beabsichtigt, sich nach dem Tod eines Vierbeiners sich wieder ein neues Tier anzuschaffen, sollte anstelle der Kündigung des Versicherungsvertrages eine Weiterführung zu den bisherigen Konditionen in Betracht gezogen werden. Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Versicherer oder MAV Versicherungsmakler.

Bei sehr lange bestehenden Haftpflicht-Versicherungsverträgen sind die Deckungssummen (maximale Schadenhöhe) oftmals nicht mehr ausreichend hoch genug. In diesem Fall, sollte dann doch besser ein Neuvertrag abgeschlossen werden.

 

 

22.01.2018

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