Infothek: Ausritte bei Frost, Schnee und Wintersonne

Pferdeschlitten

Mit der Wintersaison beginnt für viele Reiter und Reiterinnen eine der reizvollsten Jahreszeiten. Jeder Pferdefreund sollte aber im Vorfeld klären, ob in diesem Zeitraum zusätzliche Risiken entstehen und ob für diese im Rahmen seiner Pferde-Haftpflichtversicherung auch Versicherungsschutz besteht.

 

Das Schlitten- und Kutschrisiko

Viele Pferdehalter nutzen eine gute Schneelage, um das Pferd vor einen Schlitten zu spannen. Hierbei muss beachtet werden, dass manche Versicherer bei versicherten Reitpferden dieses Risiko nicht automatisch einschließen, d.h. das Kutsch- und Schlittenrisiko ist gesondert zu versichern, auch wenn es sich um ein einmaliges oder kurzfristiges Risiko handelt.

 

Abhängig vom Vertragsumfang und Dauer des Risikos gewähren die Versicherer gegen geringen Prämienaufschlag, oder sogar beitragsfrei, kurzfristigen Versicherungsschutz für Kutsch- und Schlittenfahrten. Wichtig ist die Anzeige einer derartigen kurzfristigen Verwendung durch den Versicherungsnehmer, denn die Vorsorgeversicherung nach § 2 AHB haftet nur für langfristige Zusatzrisiken.

 

Die von MAV Versicherungsmakler angebotene Maxpool Pferdehalter- Haftpflichtversicherung schließt das Kutsch- und Schlittenrisiko generell ein. Hier muss keine Meldung durch den Versicherungsnehmer erfolgen. Nicht versichert bleiben Haftpflichtansprüche aus dem Besitz eigener Kutschen oder Schlitten und wegen Schäden, deren Ursache in der Konstruktion und/oder Mangelhaftigkeit der Kutschen oder Schlitten liegt.

 

Der Geländeritt

Als Pferdehalter sollte man bei einem winterlichen Ausritt immer bedenken, dass Pferde als Fluchttiere schreckhaft auf alles Unbekannte reagieren können. Das sonst so vertraute Gelände ist durch Schneelage völlig verändert. Durch Frost oder Schneematsch kann das Pferd leichter ins Rutschen geraten. Es besteht somit erhöhte Sturzgefahr. Von der Haftung sind hier keine gesonderten Risiken zu beachten. Unabhängig von den Witterungsverhältnissen besteht für den Pferdehalter Versicherungsschutz. Gegen die finanziellen Folgen eines Reitunfalls (Verdienstausfall durch Krankenstand, Kosten einer Haushaltshilfe etc.) empfehlen einige Anbieter eine spezielle Reiterunfallversicherung. Es besteht die Möglichkeit, alle Reiter eines Pferdes zu versichern. Dies hat den Vorteil, dass nicht nur der Pferdehalter Leistungen aus der Reiterunfallversicherung erhält - auch der Gast-/Fremdreiter ist beim Reiten des Pferdes mitversichert.

 

MAV Versicherungsmakler hält hier jedoch eine ganz "normale" Unfallversicherung für die bessere Lösung, denn es werden dabei alle Unfälle des täglichen Lebens abgesichert und dies zu einer Prämie, die nicht wesentlich höher als die einer Reiterunfallversicherung liegt.

 

Aufstallung der Pferde

Mit dem Ende der Weidezeit steht der Umzug in den Stall bevor. Da viele Pferdehalter nicht Eigentümer eines solchen Stalls sind, muss die notwendige Unterkunft angemietet oder gepachtet werden. Schäden, die Pferde an gemieteten Stallungen oder Boxen anrichten, sind bei fast allen Versicherern bedingungsgemäß ausgeschlossen. Auch Schäden an Anhängern, die sich der Pferdehalter für den Transport des Pferdes ausleiht oder mietet, sind vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Diese sog. Mietsachschäden müssen gesondert gegen Prämienzuschlag versichert werden oder sind erst gar nicht versicherbar. Die von MAV Versicherungsmakler angebotene Maxpool Pferdehalter-Haftpflichtversicherung schließt Mietsachschäden ohne Zuschlag ein. Eine Selbstbeteiligung von mind. 100 EURO im Schadenfall muss aber der Versicherungsnehmer leisten. Nur mit dieser Regelung können die Prämien weiterhin so günstig gehalten werden.

 

Der gewerbliche Einstaller (der Reitstallbesitzer) benötigt eine Betriebshaftpflichtversicherung, da er bei der Einstellung von fremden Pferden, den sog. Pensionspferden, als Tierhüter in der Haftung steht. Wie Schäden an den eingestellten Pferden selbst geregelt werden, steht in Ihrem Einstellungsvertrag. Meist übernimmt der gewerbliche Einstaller keine Haftung für Schäden an den Pensionspferden selbst. 

 

Generell besteht für den Reitstallbesitzer die Möglichkeit, sich gegen Schäden an Pensionspferden (sog. Obhutsschäden) zu versichern, natürlich nur gegen eine weitaus höhere Versicherungsprämie.

12.11.2018

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