Filter: Rundumschutz-Redaktion Filter zurücksetzen

Die Unfallversicherung der InterRisk kann im Fall eines Zeckenbisses finanzielle Einbußen abfedern.

Trotz aller Vorsicht kann es gerade bei Ausflügen in die Natur zu einem Zeckenbiss kommen. Dieser ist oft harmlos - kann jedoch im schlimmsten Fall zu einer Übertragung von FSME oder Borreliose führen.

Die Unfallversicherung der InterRisk schließt in den Tarifvarianten XL und XXL das Risiko der Folgen eines Zeckenbisses mit ein, denn: Erkrankungen wie Borreliose und FSME werden als Unfallfolge anerkannt. So können die finanziellen Folgen langfristiger und kostenintensiver Behandlungen abgesichert werden.

Leben Sie in einem FSME-Risikogebiet? Hier erfahren Sie mehr...

  • Forderungsausfalldeckung ohne Mindestschadenhöhe – was in der PHV mittlerweile Standard ist, macht auch in der THV Sinn. Schließlich können Tiere erhebliche Schäden anrichten und nicht jeder Tierhalter ist versichert oder verfügt über die notwendigen Barreserven bei größeren Schäden.
  • Verzicht auf die namentliche Nennung der Reiter bei Fremdreitern und Reitbeteiligungen – allein aus praktischen Erwägungen heraus ist dies notwendig, wer will schon jedes Mal seiner Versicherung eine Meldung machen, wenn mal ein Bekannter das Pferd reitet.
  • Regressansprüche von Sozialversicherungsträgern bei nichtehelichen Lebensgemeinschaften sind mitversichert – auch das ist in der PHV eine Selbstverständlichkeit und wer kann schon ausschließen, dass der eigene Hund mal die Lebensgefährten/in beißt.

Der Carport des Nachbarn steht lichterloh in Flammen. Alle Hoffnung ruht jetzt auf einem raschen Eintref­fen der Feuerwehr. Die Feuerwehr kann den Brand löschen, der Carport ist aber nicht mehr zu retten.

Für die Brandermittler der Polizei ist rasch klar, dass der Brandherd die Restmülltonne unter dem Carport war. Die Spurenlage ist eindeutig .Das Wohnhaus verfügt über einen Kaminofen, der in der kalten Jah­reszeit gern als zusätzliche Heiz­möglichkeit genutzt wird. Die Asche sammelt der Hauseigentümer zunächst in einem feuerfesten Gefäß, lässt sie erkalten und füllt sie dann in die Restmülltonne. So auch am Abend des Unglücks. Glaubhaft versichert er den ermittelnden Beamten, dass er letztmalig 36 Stunden vor dem Umfüllen in die Restmülltonne heiße Kaminasche in das Sammelbehältnis geleert hat.

Keine ausreichende Zeitspanne für das Auskühlen von Kaminasche – wie der Kaminbesitzer nun erfahren muss. Bis zu 60 Stunden können sich Glutnester, oft nur vereinzelte glü­hende Partikel, in der Asche halten. Unter den richtigen Bedingungen flammen diese dann wieder auf.

Brände durch nicht vollständig erkal­tete Kaminasche sind nicht selten, da von Vielen unterschätzt wird, wie viel Zeit die Asche tatsächlich zum vollständigen Ausglühen benötigt. Ist der Eigentümer des Kamins nun für den Schaden auf dem Nachbar­grundstück haftbar? Er hat doch im guten Glauben gehandelt, alles richtig gemacht zu haben.

Hat der Brandverursacher fahrlässig gehandelt, als er nach einer Auskühlzeit von 36 Stunden die Asche in die Restmülltonne entsorgt hat? Bislang hat diese Zeitspanne doch immer ausgereicht und es ist alles gut gegangen.

In der Asche eines ausgebrannten Kaminofens kann sich Glut über Tage hinweg bis maximal 60 Stunden nach dem Erlöschen des Feuers hal­ten. Vom Eigentümer eines Kamins wird erwartet, dass er sich über diese Gegebenheiten informiert. Es gehört zu den Sicherheitsstandards, nicht vollständig erkaltete Kaminasche niemals direkt in eine Plastikmüll­tonne zu entsorgen, sondern sie im Freien in einem Blecheimer zwischen zu lagern und/oder mit Wasser abzulöschen. Die Einhaltung dieser Sicherheitsvorkehrung ist zur Ver­hütung einer unkontrollierten Bran­dentstehung jedermann zwingend geboten. Je nach den konkreten Umständen haben Gerichte es nicht nur als fahrlässig angesehen, wenn Kaminasche zu früh in ein nicht feuerfestes Behältnis gefüllt wird, sondern sogar als grob fahrlässig.

Der Verursacher haftet somit für die auf dem Grundstück des Nachbarn entstan­denen Schäden. Ersatz für die ihm selbst entstandenen Schäden erhält er, sofern vorhanden, über die ent­sprechenden Sachversicherer.

Unabhängig davon hat sich der Verursacher aber auch nach den §§ 306, 306a und 306d StGB einer fahrlässigen Brandstiftung strafbar gemacht.

Neben den Schadenersatzansprü­chen Dritter drohen, je nach Ausmaß der Fahrlässigkeit und dem dadurch verursachten Schaden, demjenigen, der Asche nicht ordnungsgemäß entsorgt, auch strafrechtliche Sank­tionen – bis hin zu einer Haftstrafe.

Meist ist die gesetzliche Haftpflicht aus der Haltung von bis zu einem Jahr alten Fohlen mitversichert, sofern sie sich bei dem Muttertier befinden und die Jungtierhaltung nicht gewerblich betrieben wird.
Ältere Jungtiere (Jährlinge) stellen eine Erweiterung des versicherten Risikos im Sinne der AHB (Allgemeine Haftpflichtversicherungs-Bedingungen) dar und sind gegen Zahlung des hierfür vorgesehenen Beitrags zur Versicherung anzumelden.

D.h. dass ein gekauftes Fohlen, dass nicht mehr bei der Mutterstute steht, als Aufzuchtpferd haftpflichtversichert werden muss. Dies gilt auch für Jährlinge, die bislang als Fohlen bei der Mutterstute standen und beitragsfrei für ein Jahr ab Geburt über den Vertrag der Mutterstute mitversichert waren.

Wir haben für unsere Kunden ein online-Formular vorbereitet, dass die Anmeldung von Jährlingen zur Versicherung als Aufzuchtpferde vereinfacht.

Ein Urteil des OLG Nürnberg (Aktenzeichen 4 U 1162/13 vom 29. März 2017) zeigt, wie wichtig der vereinbarte Umfang des Versicherungsschutzes für den Pferdehalter ist.

Eine Pferdebesitzerin war mit einer anderen Reiterin eine Reit­beteiligung eingegangen. Die Reiterin, der nicht das Pferd gehörte, hat bei einem Reitunfall eine Querschnittsläh­mung erlitten, woraufhin ihre Kran­kenversicherung die Pferdebesitzerin auf Kostenersatz verklagte. Das Gericht hat daraufhin entschieden, dass die Pferdebesitzerin 50 Prozent der medizi­nischen Behandlungskosten zu tragen hat.

Im Versicherungsvertrag der Pferdebesitzerin waren aber Unfälle im Rahmen einer Reitbeteiligung vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Das Urteil zeigt, dass auch beim Abschluss einer Pferdehalterhaftpflicht­versicherung eine umfangreiche und detailgenaue Recherche zwingend er­forderlich ist.

Ansprüche der Reitbeteiligung gegen den Pferdehalter und Regressansprüche von Sozialversiche­rungsträgern, Sozialhilfeträgern und pri­vaten Krankenversicherungsträgern müssen durch die Haftpflichtpolice unbedingt abgedeckt werden.

Viele Pferdehalter geben mit dem eigenen Pferd deshalb nebenberuflich Reitstunden, um damit einen Teil der Kosten abzudecken. Wer jedoch Reitstunden anbietet, sollte auch adäquat abgesichert sein. Denn Stürze sind gerade bei Reitanfängern nicht selten und die Folgekosten bei Verletzungen erheblich.

Als nebenberuflich wird die Tätigkeit als Reitlehrer nur dann eingestuft, wenn der Jahresumsatz nicht mehr als 17.500 Euro beträgt. Zudem lassen sich hier grundsätzlich nur Reitstunden absichern, die mit dem eigenen Pferd durchgeführt werden.

Die wichtigsten Tarifmerkmale:

  • Deckung für das entgeltliche Unterrichten
  • Reiten ohne oder mit ungewöhnlichem Sattel bzw. Zaumzeug
  • Ggf. Einsatz der Pferde zu therapeutischen Zwecken

Die beste Absicherung für nebenberuflich tätige Reitlehrer ist die max-THV Premium. Dieser Tarif beinhaltet die kleine Reitlehrerhaftpflicht und damit alle oben aufgeführten Tarifmerkmale. Das Antragsformular für den Tarif max-THV Premium finden Sie in unserem Download-Bereich.

Der Equidenpass (Pferdepass) ist neben der Eigentumsurkunde ein wichtiges Dokument. Basierend auf der EU-Verordnung 504/2008, wonach alle Pferde identifizierbar sein müssen und binnen 6 Monaten nach ihrer Geburt einen Equidenpass benötigen, wurde der Pferdepass eingeführt.

Im Equidenpass sind eine Reihe von Daten zur Identifizierung des Pferdes (Lebensnummer, Graphiken zum Eintragen der Abzeichen des Tieres) eingetragen. Zusätzlich werden im Equidenpass auch Impfungen und andere Medikationen (Arzneimittelanhang) dokumentiert, die dem Pferd verabreicht wurden. Ebenfalls enthält der Equidenpass die Daten des Ersteigentümers.

Der Pferdepass ist aber keinen Eigentumsnachweis! Es reicht daher nicht, wenn Ihnen der Verkäufer im Rahmen des Kaufvertrages ausschließlich den Equidenpass überreicht. Auch die Eigentumsurkunde muss übergeben werden.

Das Eigentum am Pferdepass selbst verbleibt bei dem Verband, der ihn ausgestellt hat.

Der Pferdepass wird benötigt, wenn der Tierarzt z.B. eine Impfung oder Arzeimittelverabreichung vornehmen soll. Diese wird in den Pferdepass eingetragen. Mitzuführen ist der Pferdepass bei jedem Transport des Pferdes ebenso bei einem Ausritt, wenn er nicht innerhalb von 3 Stunden vorgelegt werden kann. Der Pferdepass ist bei einer Schlachtung des Pferdes dem Schlachter vorzulegen.

Hier geht es um den Haftpflichtschutz der Hunde- und Pferdehalter, die aufgrund der Gefährdungshaftung (§833 BGB) auch ohne Verschulden haftbar gemacht werden können, wenn sich die sog. Tiergefahr verwirklicht hat. Die Berufsgenossenschaften sind die gesetzlichen Unfallversicherungsträger und bieten neben Sachleistungen auch finanzielle Leistungen wie das Verletztengeld. Wird also ein Mensch während seiner beruflichen Tätigkeit von einem Hund oder Pferd verletzt, hat die Berufsgenossenschaft einen Regressanspruch auf die geleisteten Zahlungen gegenüber dem, der das Tier hält.

Ein Beispiel: Hundehalter werden von der Berufsgenossenschaft angeschrieben mit der Bitte, deren Anspruch an den Haftpflichtversicherer weiterzuleiten. Die BG Verkehr ist z.B. für die Verkehrswirtschaft, Post-Logistik und Telekommunikation zuständig. Eine Briefzusteller*in sei bei der Zustellung vom Hund verletzt worden und nach bisherigen Informationen haftet der Halter*in für den entstandenen Schaden u.a. unfallbedingte Arbeitgeberleistungen.

Die Hundehalter müssen im Anschluss ihren Haftpflichtversicherer den Anspruch melden und der Berufsgenossenschaft den Namen des Versicherers und die Versicherungsscheinnummer mitteilen. Der Haftpflichtversicherer prüft den Anspruch der Berufsgenossenschaft und wird berechtigte Ansprüche erfüllen, unberechtigte abwehren.

Im Bedingungstext des Haftpflichtversicherers (AHB oder BBR) sollte demnach folgender Passus zu finden sein: "Mitversichert sind Regressansprüche von Sozialversicherungsträgern".

Die Lösung des Kopper-Problems durch eine Operation wird oftmals als letzte Option einem Pferdebesitzer angeboten. Es wird aber auch diskutiert, ob mit einer derartigen Operation dem Pferd überhaupt geholfen wird. Die Versicherungsgesellschaften, die eine Pferde-OP-Versicherung anbieten, erstatten die Kosten für eine Kopper-Opperation in den Basistarifen generell nicht.

Jedes Jahr werden in vielen Gemeinden Martinsumzüge geplant. Diese werden üblicherweise in Gruppen (in einigen Stadtteilen schließen sich Kindergärten/-tagesstätten und Grundschulen zusammen) über kleinere Seitenstraßen abseits der Hauptverkehrsstraßen durchgeführt. Zum Abschluss des Martinsumzuges wird häufig ein Martinsfeuer auf einem Schulhof oder einer sonstigen Freifläche (z.B. Sportplatz) entzündet. Folgende Informationen und Regeln sollten hierbei beachtet werden:


Fragen Sie in Ihrer Gemeindeverwaltung an, ob die Veranstaltung erlaubnispflichtig ist und ob bestimmte Auflagen und Bedingungen einzuhalten sind, insbesondere wenn Pferde eingesetzt werden oder ein Martinsfeuer entzündet wird.


Prüfen Sie, ob eine Pferdehaftpflichtversicherung besteht und ob diese ausreichend Versicherungsschutz gewährt.
Beim maxpool-Deckungskonzept gilt gemäß den diesem Vertrag zugrunde liegenden "Besonderen Bedingungen, Risikobeschreibungen und Erläuterungen für die Haftpflichtversicherung der Tierhalter aus privater Tierhaltung" folgendes:

Wird das Tier privat genutzt, z.B. bei einem Martinsumzug o.ä., so besteht generell durch den obigen Vertrag Versicherungsschutz. Auch bei einer Teilnahme an reitsportlichen (Vereins-)Veranstaltungen bzw. Reitturnieren (Ausnahme sind hier Rennveranstaltungen), ist die gesetzliche Haftpflicht im Rahmen dieses Vertrages mitversichert.
Viele Vereine organisieren mindestens einmal im Jahr ein Reit- und Fahrturnier, bei dem die Teilnehmer zu Sportzwecken am Spring- oder Dressurreiten sowie an Fahrturnieren teilnehmen. Dieses ist eine private Nutzung und daher mitversichert.


Eine weiterführende Verwendung der Tiere für Vereinszwecke fällt jedoch nicht unter den Versicherungsschutz. In diesen Fällen müsste dann die Veranstalterhaftpflicht bzw. die Vereinshaftpflicht der entsprechenden Gruppen und Vereine für die evtl. eintretenden Schäden haften. Sollte z.B. das Tier als Reittier zur Werbung für neue Mitglieder oder für ein Showprogramm im Rahmen eines Vereinsfestes genutzt werden, handelt es sich nicht mehr um eine private Nutzung, so dass der Veranstalter Vorsorge durch den Abschluss einer Veranstalterhaftpflicht treffen muss.
Bei einem Martinsumzug wird das Tier jedoch privat für einen Schau-Umzug genutzt, so dass hierfür Versicherungsschutz geboten wird. Fragen Sie aber bei Ihrer Gemeinde nach, ob weitere Anforderungen, z.B. an den Reiter zu erfüllen sind.

Muss der Reiter mindestens 18 Jahre alt sein und über ausreichende Erfahrungen im Umgang mit dem Tier im Straßenverkehr verfügen?
Muss das Pferd für diesen Einsatz geeignet sein (verkehrsgewohnte, nicht autoscheue oder übernervöse Tiere)?
Sinnvoll kann der Besitz eines Deutschen Reitabzeichens (DRA) sein. Mit dem DRA wird der Nachweis erbracht, dass der Reiter sich in der Pferdekunde auskennt. DRA gibt es als Kleines Reitabzeichen IV, in Bronze, Silber und Gold  III, II bzw. I .


Ebenso kann der Nachweis einer bestandenen Gelassenheitsprüfung Anhaltspunkt für die Geeignetheit eines Pferdes sein. Weiterhin sollte für das Pferd der Umgang mit Feuer nicht ungewohnt sein.
Der Veranstalter hat die Einhaltung von Anforderungen evtl. gegenüber der Erlaubnisbehörde schriftlich zu bestätigen. Zusätzlich kann Ordnerpersonal um das Pferd herum gefordert werden, um zu verhindern, dass Kinder dem Pferd zu nahe kommen und durch diese z.B. durch Austreten des Pferdes verletzt werden.


Ausserdem sollte beachtet werden, dass zwischen Pferd und möglicherweise eingesetzter Kapelle ein gebührender Abstand bestehen sollte, um das Pferd nicht unnötig hohem Stress auszusetzen.